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HVM

Der HVM (Honorar­verteilungs­maßstab) ist die Praxis-Sicht auf die KZV-Budgets für die kassen­zahnärztliche Versorgung. Er zeigt für jeden BEMA-Bereich (KCh, PAR, KB) und jede Punktwert-Klasse, wie viel Budget der Praxis zusteht und wie viel davon bereits verbraucht wurde — und macht so transparent, ob die Praxis vor einer Budget-Über­schreitung steht, die zu Honorar­kürzungen führt.

HVM-Monitor mit Filter-Zeile, Praxis-Budget-Matrix (KCh / PAR / KB) und Behandler-Bereich

Aufbau

Drei Bereiche von oben nach unten:

  1. Einstellungs-Leiste — KZV, Kasse, Zeitraum, Modus, Filter.
  2. Praxisbudget — Matrix mit den Bereichen KCh, PAR und KB.
  3. Behandler-Bereich (klappbar) — Aufschlüsselung pro Behandler.

Videos

Monitor und Budget
Einstellungsleiste
Praxisbudget
Pro-Ansicht
Behandlerbudget
Detailansicht

Komplette YouTube-Playlist.

Einstellungs-Leiste

Von links nach rechts:

  • KZV — KZV-Bereich (z. B. KZV Nordrhein (13)). Vorausgewählt anhand der Praxis-KZV; manuell wählbar für KZV-übergreifende Praxen / Vergleiche.
  • Kasse — konkrete Kasse (z. B. AOK). Bestimmt, welche Budget-Vorgaben angewendet werden — Kassen können unterschiedliche Punktwerte und Budget-Sätze haben.
  • Zeitraum2026 + Quartals-Buttons Q1 / Q2 / Q3 / Q4 oder frei wählbarer Datumsbereich rechts.
  • P / € — Anzeige in Punkten oder Euro. Punkt-Ansicht ist KZV-Standard; Euro-Ansicht rechnet mit dem konkreten Punktwert.
  • KZV eigene / Alle PatientenKZV eigene zeigt nur Patienten der ausgewählten KZV; Alle Patienten zeigt alle behandelten Kassen­patienten (relevant für Praxen mit Patienten aus mehreren KZV-Bereichen).
  • Alter (Slider, 0–100) — Altersgrenzen für die Auswertung (z. B. nur Erwachsene).
  • Reload-Icon — Daten neu laden.
  • PRO-Toggle (rechts oben) — schaltet die Pro-Ansicht mit zusätzlichen Detail-Spalten ein.

Praxisbudget

Die Hauptansicht ist eine Matrix der BEMA-Bereiche als Spalten-Gruppen und Budget / Verbrauch / Abweichung als Zeilen.

Bereiche (Spalten-Gruppen)

  • KCh — Konservierend-Chirurgische Leistungen
    • KCh ohne IP — der Großteil der KCh-Leistungen (IP separat im IP-Budget abgerechnet)
  • PAR — Parodontologie (drei Sub-Säulen)
    • AIT — Antiinfektiöse Therapie
    • CPT — Chirurgische Parodontale Therapie
    • UPT — Unterstützende Parodontitis-Therapie
  • KB — Kieferbruch / Kieferorthopädie
    • KB/KG — Standard KB-Leistungen
    • UKPS — Unfall-Kiefer-Pauschalen

Zeilen

  • Budget — das von der KZV/Kasse zugestandene Budget der Praxis. Pro Zelle: Anzahl Patienten + Multiplikator (x-fach) + Euro / Punkte + Fälle.
  • Verbrauch — bereits erbrachte Leistungen im Zeitraum. Gleiche Sub-Werte.
  • Abweichung — Differenz Verbrauch − Budget. Negative Werte rot = Budget noch nicht ausgeschöpft (z. B. -19 P, -113 P = Überschuss); positive Werte = Überschreitung.

Gesamtabweichung

Unten zusammen­gefasst die Gesamt-Abweichung über alle Bereiche (z. B. 23.972 P). Negativ = Praxis hat Budget-Reserve; Positiv = Praxis steht vor / in Kürzung.

Pro-Ansicht

Über den PRO-Toggle aktiviert. Ergänzt die Standard-Matrix um zusätzliche Spalten und Detail-Berechnungen:

  • Aufschlüsselung der Multiplikator-Logik (x-fach pro Patient).
  • Vergleich Budget-Punkte mit erbrachten Leistungen pro BEMA-Position.
  • Hochrechnungen auf das gesamte Quartal / Jahr.

Behandler-Bereich

Klappbar am unteren Rand (Plus-Icon vor "Behandler"). Aufgeklappt zeigt eine Behandler-Matrix — gleiche Spalten-Gruppen wie das Praxisbudget, aber eine Zeile pro Behandler. So lässt sich erkennen, welcher Behandler welchen Anteil am Budget verbraucht und ob einzelne Behandler über- oder unterdurchschnittlich abrechnen.

Detailansicht pro Behandler

Klick auf einen Behandler öffnet eine Detail-Ansicht mit:

  • Behandler-Budget vs. Verbrauch pro BEMA-Position
  • Patienten-Liste mit kritischen Punktwerten
  • Hochrechnungen für das aktuelle Quartal / Jahr

Anwendungs­fälle

  • Quartals-Steuerung — frühzeitig erkennen, ob die Praxis vor einer Budget-Überschreitung steht und entsprechend planen (z. B. AIT-Termine ins Folgequartal verschieben).
  • Behandler-Coaching — Behandler mit auffälligem Verbrauchs­muster identifizieren und gegensteuern.
  • Kassen-Vergleich — wechseln zwischen Kassen, um die unterschiedlichen Budgets zu verstehen.
  • Punkt-vs-Euro-Sicht — Punkt-Sicht für KZV-Kommunikation, Euro-Sicht für betriebs­wirtschaftliche Bewertung.
  • Patienten-Steuerung — wenn IP-Budget noch frei ist, gezielt IP-Termine bei Kindern/Jugendlichen anbieten.

Hinweise

  • Die Budget-Berechnung folgt den KZV-Regelungen und ist KZV-spezifisch. Bei Wechsel der KZV kann sich die Sicht stark verändern.
  • Hochrechnungen sind Schätzungen auf Basis des bisherigen Verlaufs — kein Garant für die tatsächlichen Quartals-Endwerte.
  • Bei großen Praxen oder mehreren Standorten lohnt sich der Wechsel zwischen KZV eigene und Alle Patienten, um zu verstehen, welche Patienten ins Budget einfließen.

Konfiguration

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